In alten Mythen und Legenden ist die Bezahlung ganz klar.
Ich brauche etwas von bösen Dämon um ewige Jugend zu erhalten. Kein Problem: Einmal Seele, bitte!
Rumpelstielzchen wollte gar das frisch geborene Kindlein. Aber damit war die Sache wenigstens klar geregelt. Nix mit Folgekosten oder versteckten Mehrausgaben.
In der Computer- und Konsolenwelt sieht das etwas anders aus.
Computerspiele kann man mittlerweile kostenlos nutzen oder runterladen. Aber was kommt dann. Es gibt da vier Geschäftsmodelle.
1. Ich kaufe das Spiel zum Vollpreis und kann spielen. Keine Folgekosten mehr. Aber bis zu 70 Euro werden fällig.
2. Ich kaufe oder lade ein Spiel und zahle dann für die Nutzung monatlich Geld ab 5 Euro aufwärts.
3. Ich kaufe ein Spiel zum Halb- bis Vollpreis und zahle dann für zusätzliche Inhalte um im Spiel weiter zu kommen.
4. Das Spiel ist erst mal kostenlos. Zusätzliche Inhalte kosten jedoch Geld.
Nummer 3 und 4 sind die teuflischsten. Ohne die Zusatzkosten komme ich irgendwann nicht mehr weiter. Nutzer welche kein Geld bezahlen, sind den anderen gegenüber im Nachteil, bis sie selber auch etwas zahlen und dadurch schneller weiter kommen.
Das dumme daran, der Spaß am Spiel geht schnell flöten, wenn man merkt, das man gar nicht genug Zeit investieren kann um einen Bezahlspieler einzuholen.
Nicht nur Spielehersteller, sondern auch Internetportale und Communities sind dahinter gekommen, wie man dem Nutzer mit „kostenlosen“ Angeboten Geld aus der Tasche ziehen kann.
Facebook zum Beispiel. Farmville! Und wie sie alle heißen, kosten erst mal nichts, aber steige ich tiefer in das Spiel ein kann es richtig teuer werden.
Selbst ohne zu spielen lockt die Kostenfalle. Um Geheimnisse anderer Facebook-User zu erhalten, kann ich entweder täglich 50 Fragen beantworten oder einfach gleich die passenden Credits via Kreditkarte erwerben.
Also immer wachsam sein, wenn man im Internet unterwegs ist!
